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Klimaschutz durch Klimaneutralität: Wie die CLZUB die Energiewende vorantreibt

Die Energiewende ist kein abstraktes Ziel, sondern eine konkrete Herausforderung – und in Österreich spielt die CLZUB (Climate Leadership Zone Upper Austria) eine zentrale Rolle dabei. Als Dachorganisation für Klimaschutzprojekte in Oberösterreich verbindet sie lokale Initiativen mit bundesweiten Strategien, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Ihr Ansatz ist ambitiös: Die Region will nicht nur die Emissionen senken, sondern auch innovative Lösungen für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen entwickeln. Dabei geht es weniger um starre Vorgaben als um partizipative Prozesse, bei denen Unternehmen, Kommunen und Bürger:innen gemeinsam an Lösungen arbeiten.

Ein zentrales Projekt der CLZUB ist die Förderung von erneuerbaren Energien, insbesondere im Bereich der Wärme- und Stromversorgung. Oberösterreich hat bereits heute eine der höchsten Anteile an erneuerbaren Energien im österreichischen Bundesland – 2022 stammten rund 60 % des Stroms aus Wind- und Wasserkraft. Doch der Ausbau muss weiter beschleunigt werden. Die CLZUB setzt dabei auf eine Kombination aus staatlicher Förderung und privater Investition. Ein Beispiel ist das Projekt „Klimaneutrale Gemeinden“, bei dem Kommunen wie Linz oder Steyr bereits heute auf Wärmepumpen und Biomasse setzen, um ihre Heizsysteme zu modernisieren. Laut einer Studie der CLZUB könnten allein durch diese Maßnahmen bis 2030 rund 1,5 Millionen Tonnen CO₂-Emissionen eingespart werden.

Doch die Energiewende ist kein reines Technologieproblem. Die CLZUB betont auch die Bedeutung von Bildung und Sensibilisierung. Seit 2018 führt sie das Programm „Klimaheld:innen“ durch, das Schulen, Vereine und Unternehmen dabei unterstützt, Klimaschutzprojekte umzusetzen. Besonders erfolgreich ist das Projekt „Klima-Quiz“ für Jugendliche, das über interaktive Spiele und Workshops Wissen vermittelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Förderung von Kreislaufwirtschaft: Die CLZUB unterstützt Unternehmen dabei, Abfallströme zu minimieren und Rohstoffe zu recyceln. Beispielsweise hat die Textilfirma „Lenzing“ in der Region bereits eine Pilotanlage für nachhaltige Baumwollproduktion errichtet, die ohne Pestizide auskommt.

Die CLZUB zeigt damit, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum kein Widerspruch sein müssen. Ihr Ansatz ist praxisnah und zielt darauf ab, die Energiewende nicht als Belastung, sondern als Chance für die Region zu gestalten. „Wir wollen Oberösterreich zum Vorreiter in der Klimaneutralität machen“, sagt Klaus Pabinger, Geschäftsführer der CLZUB. Sein Ziel: bis 2030 die ersten Industriezweige klimaneutral zu betreiben. Die Ergebnisse sprechen für sich – etwa die Tatsache, dass Oberösterreich bereits heute mehr erneuerbare Energien produziert als verbraucht. https://greenspinbet.at/clzub-deait

  • Oberösterreich deckt bereits heute 60 % seines Strombedarfs aus erneuerbaren Energien (2022).
  • Durch Wärmepumpen und Biomasse könnten bis 2030 1,5 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden.
  • Das „Klima-Quiz“ für Jugendliche hat seit 2018 über 50.000 Teilnehmer:innen erreicht.
  • Die Textilfirma Lenzing hat eine Pilotanlage für nachhaltige Baumwollproduktion in Oberösterreich errichtet.
  • Die CLZUB plant, bis 2030 die ersten Industriezweige klimaneutral zu betreiben.

Die CLZUB beweist damit, dass Klimaschutz keine Frage der Moral, sondern der Strategie ist. Ihr Erfolg liegt darin, dass sie keine kurzfristigen Lösungen anbietet, sondern langfristige Strukturen schafft. Für die Energiewende bedeutet das: Es geht nicht um Verbote, sondern um Innovation – und um die Frage, wie wir unsere Wirtschaft so gestalten, dass sie mit den natürlichen Grenzen der Erde in Einklang steht. Oberösterreich zeigt, dass es möglich ist, wirtschaftlich stark zu bleiben, während gleichzeitig die Umwelt geschützt wird.